Galerie im Stammelbach-Speicher
LichtRaum
Norbert Wasserfurth und Studio DL
11. März – 08. April 2018

• Eine Ausstellung der Firma Studio DL, ihres Gründers Norbert Wasserfurth, seiner Mitarbeiter und Studenten. Das Thema der Ausstellung ist der LichtRaum. Das Licht ist einer der wichtigsten Träger von Informationen und Bildern – aber selber bleibt es unsichtbar. Wenn wir in den nächtlichen Himmel schauen, schauen wir in die Dunkelheit, die mit Licht gefüllt ist. Das Licht ist so lange unsichtbar bis es auf ein festes Objekt trifft. Die ausgestellten Exponate setzen sich mit diesem Phänomen auseinander: In den Arbeiten von Studio DL mit einem planerischen Ansatz, der auf den Prinzipien von Urban Code und Lighting DNA basiert sowie in den Arbeiten der Studenten und Absolventen der HAWK in einer poetischen Form. Grafiken, Rauminstallationen und digitale Medien versuchen die Interaktion zwischen dem LichtRaum und unserem LebensRaum zu erforschen und zu studieren.





Robert Günzel
was war – was ist – was könnte sein?
11. März – 08. April 2018

• Mit 80 Jahren zieht man Bilanz. Was konnte von den frühen Träumen und Projektionen verwirklicht werden? Wieviel Imaginationen konnten konkretisiert werden? Können Bilder und Skulpturen Antwort geben auf die vielen Fragen des Lebens? Oder sind sie nur Zustandsbeschreibungen, reagieren auf andere Kunst und dienen der Selbstvergewisserung?

Robert Günzel; geb. 1938 in Poischwitz (Niederschlesien); Studium der Bildhauerei an der HfBK Karlsruhe; von 1985 – 2003 Professor für Theorie und Praxis der Kunst an der Universität Hildesheim; lebt und arbeitet in Alfeld / Wispenstein.





Norbert Hilbig
Lesung – »Vom guten Leben …«
16. März – 17. März 2018




Sammlung Quensen
›Das Gedächtnis einer Werkstatt‹, Ralf Illauer – ›Innere Bilder‹
15. April – 13. Mai 2018

• E.A. Quensen – ›Das Gedächtnis einer Werkstatt‹

Suiten, Mappenwerke, Raritäten und Geschichten mit Künstlern aus über 20 Ländern. Der Bogen spannt sich von Nelson Mandela bis John Cage, von Georg Baselitz, Jörg Immendorff über Heinz Mack, Günter Uecker bis zu Künstlern aus Polen, USA usw.

• Ralf Illauer – ›Innere Bilder‹

Die Ausstellung führt Sie in die faszinierende Welt des Surrealismus. Die Methode des Künstlers: Aus dem Unterbewussten heraus, nicht kontrolliert, schnell gemalt, gezeichnet, Gedanken fliegen lassen, Kopfkino, unwirkliche Landschaften, der Wirklichkeit entrückt. (Geboren 1960 in Hildesheim, lebt u. arbeitet in Lingen und Berlin.)





Bernd Hillringhaus
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15. April – 13. Mai 2018

• Bernd Hillringhaus malt und gestaltet seit früher Kindheit. Er ist Autodidakt, baut zunächst vielfältige – auch Ganzkörper – Masken. Masken als Weg und Mittel der Erprobung im Ausloten sich wandelnder Daseinsformen, bieten Möglichkeiten der Selbstbegegnung und führen zu ungewöhnlichen, ausdrucksstarken Formen. Als gefragter Performance-Künstler tritt er auf in Europa und Vorderasien. Daneben entstehen fragile Kleinplastiken aus Draht, die er mit Bienenwachs stabilisiert. Auf diese Weise entdeckt der Hobby-Imker Wachs als seinen Werkstoff, experimentiert mit Beimischungen von Asche und Farben. So entsteht ein kongeniales Zusammenwirken von Werkstoff und Gestaltungswillen: Tenor seiner Arbeit ist die Auseinandersetzung mit der immanenten Gefährdung des Daseins. Die Verletzbarkeit, das Zerbrechen oder Zerbröseln, die Verlorenheit in der Nähe zum Abgrund charakterisieren nicht nur unser Menschsein – auch die Plastiken.

Bernd Hillringhaus, geb. 1957 in Duisburg; er lebt und arbeitet in Hildesheim; seit 2016 Vorstandsmitglied im BBK e.V., Hildesheim





love love love nein
Meike Zopf und Anna Eisermann
27. Mai – 24. Juni 2018

• Die Ebene der Leinwand ist für die Künstlerinnen Anna Eisermann und Meike Zopf der Ausgangspunkt für die Entwicklung der Beziehung ihrer Bildmotive zum realen und imaginativen Raum. Während Meike Zopf in detaillierten, eindringlichen Charakterstudien den Raum hinter der Leinwand sich schier endlos entwickeln lässt, dringt Anna Eisermann mit ihren neuesten Arbeiten aktiv in den leeren Raum vor der Leinwand ein. Ihre Bilder kommen dem Betrachter buchstäblich entgegen. In den Werken beider Künstlerinnen entstehen so Momente des Übergangs zwischen den Welten der poetischen Betrachtung und der aktiven Einflussnahme.

Meike Zopf, geb. 1972 in Berlin; lebt und arbeitet in Hannover.

Anna Eisermann, geb. 1980, Krim / Ukraine; lebt und arbeitet in Hannover.





Nikolaus Reinecke
Intensive Begegnungen
27. Mai – 24. Juni 2018

• Man sieht es ihnen an: Nikolaus Reineckes Arbeiten entstehen vor dem Modell, nicht nach Vorskizzen oder Fotografien. Seit über 20 Jahren malt und zeichnet er ausschließlich Menschen. Für seine reduzierten Zeichnungen benötigt er jeweils nur wenige Minuten, aber bis ein großer Akt auf Leinwand gebracht ist, verbringen Künstler und Modell 20 bis 30 Stunden miteinander, verteilt auf viele Vormittage oder Abende. In den naturalistischen Gemälden manifestieren sich die gemeinsamen Stunden auf engem Raum, die intensiven Gespräche, das Schweigen, wenn Konzentration gefragt ist, die Pausen bei Tee oder Kaffee, das selten konstante Licht, die wechselnden Stimmungen von Maler und Modell. Neben den Akt- und Portraitgemälden sind in der Ausstellung eine Reihe spontan und eher flüchtig gemalter Selbstportraits (»Tagebucheinträge«) auf kleinem Format zu sehen. Eine unerwartet andere Facette seiner Arbeit zeigt der Künstler mit einer Serie stark abstrahierter Aktzeichnungen.

Nikolaus Reinecke, geboren 1959 in Bremen, lebt und arbeitet in Hildesheim, vorwiegend im Stammelbach-Speicher.





Vorbilder 1:
Lehrende der Fakultät Gestaltung, HAWK
01. Juli – 29. Juli 2018

• Im ersten Teil »Lehrende« der zweiteiligen Ausstellung »Vorbilder« präsentieren die Lehrenden der Hochschule für Angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim, Fakultät Gestaltung auf den zwei Etagen des Stammelbachspeichers ihre Arbeiten, die so facettenreich sind wie es das Angebot der Lehre an der Fakultät Gestaltung ist. Digitales trifft Analoges, Tradition trifft Innovation. Der innere Antrieb, die Umwelt zu gestalten, manifestiert sich in zwei- und dreidimensionalen Arbeiten, erfasst Sinne und Raum und gibt dem Besucher die Möglichkeit, die Fakultät Gestaltung ganz neu kennenzulernen. Hier steht nicht die Lehre im Vordergrund, hier wird geschaffen und gefühlt, experimentiert und inspiriert. So kann diese Ausstellung für alle Besucher eine Motivation sein, den eigenen Schaffensdrang zu kultivieren, und sich von den Exponaten auf eine Reise durch verschiedenste Ausdrucksformen des Designs mitnehmen zu lassen.





Mayumi Okabayashi
Treibende Wirklichkeiten
12. August – 09. September 2018

• Im Alltag und in den menschlichen Beziehungen entstehen andauernd neue Wahrheiten und werden zugleich wieder verworfen. Der Boden der Tatsachen auf dem man sich bewegt ist instabil, er treibt. Wenn man meine Bilder betrachtet, stellt man sich vielleicht Zellen oder Pflanzen, Licht oder Schatten oder ein anderes Element der Natur vor. Diese fließenden Formen erlauben es den Dar­stellungen, alles zu sein, oder aber etwas dazwischen. Die Bewegung in der Natur zwischen den Elementen, hin und zurück, versuche ich festzuhalten ohne sie festzuhalten. Hierbei versuche ich den Zustand und die Bewegung gleichzeitig abzubilden, das Auseinander-Treiben und das Wieder-Zusammenkommen und die Form dazwischen. Diese Instabilitäten und Bewegungen sind für mich wie zwei Seiten einer Medaille und die Medaille selbst. Mayumi Okabayshi, geb. 1973 in Japan; erhielt 2004 ihren Meisterschüler in Bildhauerei von der Kunstakademie Düsseldorf; 2006 kam sie als Stipendiatin der Akademie der Künste (Junge Akademie) nach Berlin; seitdem arbeitet und lebt sie in dieser Stadt.





Christine Fausten
Rosa Canina – wild dog rose
12. August – 09. September 2018

• Faustens bisheriges Oeuvre ist äußerst vielseitig. Zusammen mit der Malerei gehören Objekte und Figuren sowie die Einbeziehung von Musik zu ihrem künstlerischen Schaffen. Bilder, Zeichnungen, schwebende Objekte und textile Skulpturen stehen im Raum in intensiver Relation zueinander. Den Titel der Ausstellung »Rosa canina – wild dog rose« entlehnt die Künstlerin der berühmten Rose von Hildesheim und bezieht sich in ihrer künstlerischen Auseinandersetzung damit auf den Verwandlungsprozess der Natur. Das Wilde, Umschlingende und Widerstandleistende, das der Hundsrose zugesprochen wird, findet im Ausdruck ihrer Arbeiten in der Ausstellung eine zuweilen humorvolle künstlerische Entsprechung.

Christine Fausten, 1963 geb. in Düsseldorf; 1992 – 1997 Kunstakademie Düsseldorf; Studium Malerei bei Prof.Gotthard Graubner, Diplom Akademiebrief; 2001 – 2004 Musikakademie Basel, Studium Musikpädagogik; lebt und arbeitet in Basel und Baselland.





Vorbilder 2:
Studierende der Fakultät Gestaltung, HAWK
23. September – 14. Oktober 2018

• Im zweiten Teil »Studierende« der zweiteiligen Ausstellung »Vorbilder« präsentieren die Studierenden der Hochschule für Angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim, Fakultät Gestaltung auf den zwei Etagen des Stammelbachspeichers ihre Arbeiten. Losgelöst vom Hochschulalltag wird Großformatiges inszeniert, werden digitale Arbeiten neben handwerklichen Ausstellungsstücken gezeigt, Studierende verschiedener Semester erschließen sich mit ihren Projekten den Raum und geben einen Einblick in die vielschichtige Ausbildung, die sie an der Fakultät Gestaltung erfahren. Neben Studienprojekten bietet sich die Möglichkeit, eigene Ideen und Projekte zu präsentieren. Der Kosmos Hochschule öffnet sich so über zwei Ausstellungen in diesem Jahr einem interessierten Publikum.





BBK Jahresausstellung
schräg
21. Oktober – 18. November 2018,
Finissage am 24. November

• Alles Schräge ist des Geraden Widersacher. Das Schräge ist ein Ärgernis. Das schräg hängende Bild ein Dorn im Auge. Der schräge Typ ein Freak, ein Unikum. Einer, der über den Rand schreibt, der Linien und Kästchen missachtet. Das Schräge steht außerhalb der geordneten Welt. Im stromlinienförmigen Universum ist der Schräge ein Störenfried. Er widersetzt sich der Kleiderordnung, er ist laut, wo er still sein müsste. Alles Schräge steht quer zum Gleichmaß der Dinge, wie eine ungerade Zahl, wie ein schiefstehender Zahn im Gebiss. Es verunstaltet das Gesicht, es verhöhnt die Symmetrie. Aber in der Kunst, ja, vielleicht allein in der Kunst darf es sich angenommen fühlen. Es ist, es käme es dort zu sich selbst. Als käme es nachhause. Das Schräge. (Norbert Hilbig)