PROGRAMM 2026

Paul Christian Kromath
Calla
15. März – 12. April 2026
• Die Papierarbeiten des Zyklus »Calla« werden in dieser Ausstellung erstmalig präsentiert. »Die lebendige Spannung seiner Bilder ergibt sich nicht aus der Geometrie, weder der der Formen noch der der Farben, sondern aus ihrem Kampf gegen die Geometrie, die ständig gebrochen wird und auf Abgründe verweist, die dunkel, die aber auch hell sein können. Das Kraftfeld mit seinen tragischen und heiteren Plötzlichkeiten ist enorm groß. Und gerade mit ihrer Aufhellung entwickeln die Farben mitunter eine nahezu psychisch spürbare Elektrizität.« (J. A. Krebs)
Christian Kromath, geb. 1961 in Lahr, lebt und arbeitet in Köln. Er studierte freie Malerei an der Akademie der Bildenden Künste in München und absolvierte ein Gaststudium bei Per Kirkeby. Seine Arbeiten waren in zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland.

Auf einen Moment
Liv Siri Janshen, Natalie Bleile, Elisabeth Just
15. März – 12. April 2026
• In der Ausstellung begegnen sich drei Künstlerinnen, deren Arbeiten auf vielfältige Weise Fragen nach Identität, Wahrnehmung und künstlerischer Transformation stellen. Jede bringt ihren eigenen Zugang zum schöpferischen Prozess mit und eröffnet so neue Perspektiven auf das Eigene, das Andere und das Dazwischen.
Liv Siri Janshen, geb. 1998, untersucht in ihrer Rauminstallation »Ask your Hands« durch textile und druckgrafische Arbeiten die sinnliche Verbindung von Materialität und Emotion.
Elisabeth Just, geb. 1996, erschafft mit »Die Einen und die Anderen: Alle Welten, die ich sah« fiktionale Bildwelten, die Alltägliches, Realität und Imagination miteinander verweben.
Natalie Bleile, geb. 1988, zeigt im Projekt »IN SITU.« Beobachtungen aus dem Alltag – dokumentiert oder poetisch überzeichnet, um die Wahrnehmung für das Skurrile zu schärfen.

Manuela Karin Knaut
Where Would You Go if You Could Go Anywhere
26. April – 24. Mai 2026
• In ihrer Ausstellung widmet sich Manuela Karin Knaut den Themen Bewegung, Reise und Heimat – drei Begriffe, die in ihrer künstlerischen Praxis untrennbar verbunden sind. Die Künstlerin übersetzt das Unterwegssein in Malerei, Installation und Objektkunst. Ihre Arbeiten erzählen von inneren und äußeren Reisen, von Orten, die wir verlassen, und solchen, die wir in uns tragen. Knauts großformatige Gemälde und installative Arbeiten sind von einer unverwechselbaren Energie durchdrungen. Schicht um Schicht entstehen vielstimmige Oberflächen, in denen Spuren, Fragmente und Farbverläufe zu visuellen Landkarten werden.
Manuela Karin Knaut, geboren 1970, lebt derzeit in Braunschweig. Sie erwarb einen Master of Arts in Bildender Kunst an der Universität »Des Witwatersrand« in Johannesburg, Südafrika. Ihre Arbeiten wurden international in zahlreichen Ausstellungen und Kunstmessen gezeigt und sind Teil bemerkenswerter privater und öffentlicher Sammlungen.

Roman Klonek
Truly Unruly – A Woodblock’s Walkabout!
26. April – 24. Mai 2026
• Roman Kloneks grafische Werke sprühen nur so vor ausufernden Geschichten und Ideen. Oft changieren sie zwischen quirliger Andersartigkeit und schaurigem Slapstick. Seine Holzschnitte sind im bildlichen Aufbau stark an die klassische Plakatkunst angelehnt. Im Mittelpunkt steht hierbei meistens eine Art freies narratives Spiel aus Formen, Szenen und Figuren, das nicht selten an experimentelle Cartoons aus den 1960er-Jahren erinnert. Und tatsächlich ist die Themenwahl des Künstlers stark von seiner visuellen Prägung in der Kindheit beeinflusst.
Roman Klonek, geb. 1969 in Katowice, arbeitet zusammen mit Freunden in einem Atelier in Düsseldorf. In den 90er-Jahren studierte er Visuelle Kommunikation in Düsseldorf und entdeckte dabei seine Leidenschaft für den Holzschnitt. Seit inzwischen 25 Jahren erschafft er Drucke mit einer Vielzahl von skurrilen Kreaturen. Seine Arbeit lässt sich als bizarrer Balanceakt zwischen Propaganda, Folklore und Pop beschreiben.

Pia Chwalczyk
Stationen
26. April – 24. Mai 2026
• Pia Chwalczyk ist die Gewinnerin des Atelierstipendiums »JUNGE KUNST!« des Jahres 2025/26, das die Weinhagen Stiftung in Zusammenarbeit mit dem BBK Hildesheim vergibt. Die Ausstellung zum Ende des Stipendiums zeigt Arbeiten, die in ihrem Atelier im Stammelbach-Speicher entstanden sind, sowie den künstlerischen Prozess. Sie setzt sich mit der Abbildung der Realität in Form von Portraits und Naturstudien auseinander.
Pia Chwalczyk, geb. 1995 in Hildesheim, hat ihr Bachelor- und Masterstudium »Grafikdesign« an der HAWK absolviert. Schwerpunkt ihres Masterstudiums »Künstlerische Arbeit« war die Malerei.

Petra Teresa Mark
Claus Wohlgemuth
Balance
7. Juni – 5. Juli 2026
• Zentrales Thema in der Fotografie von Petra Teresa Mark ist der Mensch im urbanen Raum. Sie erschafft leicht abstrakte, fantasievolle Momente. Formen und Farben zerfließen, lösen sich manchmal auf. So entstehen von Licht und Schatten geprägte malerische Eindrücke, die Raum geben für Fantasie. Die Malerei von Claus Wohlgemuth kreist um die Wahrnehmung urbaner Realität und die Wiedergabe von Atmosphären menschenleerer Orte. Beide Bildsysteme treten in der Ausstellung in einen intensiven Dialog.

Petra Teresa Mark, geb. in Waldshut, lebt als freie Künstlerin im österreichischen St. Michael.
Claus Wohlgemuth, geb. in Kleve, hat Malerei an der Universität der Künste in Berlin studiert und lebt dort als freier Künstler und Dozent.

Saskia Detering
Farbe, Kasterln, Gefühle
07. Juni – 5. Juli 2026
• Bricolage – das sichtbar manuelle Verbinden von Materialien – hält die Arbeiten von Saskia Detering in einem improvisierten Schwebezustand. Der Ausstellungsraum wird so mit Werkstatt-Atmosphäre aufgeladen. In einem langen künstlerischen Prozess zwischen Aufbauen und Abtragen nähern sich Malerei und Objekte immer wieder an. Bilder wachsen zu Assemblagen heran, Objekte werden von Farbe überwuchert. Von Besucherinnen und Besuchern können Bezüge zwischen Arbeiten, die in einem Zeitraum von 20 Jahren entstanden sind, entdeckt werden.
Saskia Detering, geb. 1978, lebt und arbeitet in Hildesheim. Nach einem Studium der Metallgestaltung an der HAWK ist sie seit 2005 als freischaffende Künstlerin tätig. Sie kann auf nationale und internationale Ausstellungsbeteiligungen verweisen und ist in zahlreichen öffentlichen Sammlungen vertreten, u.a. im Dallas Museum of Art, USA, im Grassi-Museum für Angewandte Kunst in Leipzig und im Schmuckmuseum Pforzheim.

Feli & Pepita
Waiting for Something
2. August – 30. August 2026
• In ihrer Ausstellung zeigt das Künstlerduo Feli & Pepita Bildwelten der Phasen des Übergangs und der Verletzlichkeit. Kindheit, Jugend und das Erwachsenwerden sind wiederkehrende Themen, die Aufmerksamkeit für die Fragen, Freuden und Ängste junger Menschen fordern und zugleich an unser kollektives visuelles Gedächtnis appellieren. In einer Gesamtinstallation werden fotografische Porträts durch Fotografien von Landschaften und Stillleben ergänzt, sowie durch sich in die Bildwelten einfügende Objekte und Videos.
Felix & Pepita leben und arbeiten in Köln. Sie sind sowohl in der kommerziellen Welt als auch in der Kunstwelt tätig. Ihre Arbeiten wurden in verschiedenen internationalen Einzelausstellungen in New York, Paris, Tokio, Vancouver, Hannover und Köln gezeigt. Hauptthemen ihrer fotografischen Arbeit sind Kindheit und Jugend und der Übergang ins Erwachsenenalter. Das Projekt »IN MEINEM ZIMMER« wurde 2021 von UNICEF ausgezeichnet.

Hans-Jürgen Schmejkal
85 Jahre Hans im Bilde
2. August – 30. August 2026
• Die Papierarbeiten des Zyklus »Calla« werden in dieser Ausstellung erstmalig präsentiert. »Die lebendige Spannung seiner Bilder ergibt sich nicht aus der Geometrie, weder der der Formen noch der der Farben, sondern aus ihrem Kampf gegen die Geometrie, die ständig gebrochen wird und auf Abgründe verweist, die dunkel, die aber auch hell sein können. Das Kraftfeld mit seinen tragischen und heiteren Plötzlichkeiten ist enorm groß. Und gerade mit ihrer Aufhellung entwickeln die Farben mitunter eine nahezu psychisch spürbare Elektrizität.« (J. A. Krebs)
Christian Kromath, geb. 1961 in Lahr, lebt und arbeitet in Köln. Er studierte freie Malerei an der Akademie der Bildenden Künste in München und absolvierte ein Gaststudium bei Per Kirkeby. Seine Arbeiten waren in zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland.

Guido Klumpe
Anna Beller
Gelenkter Zufall
13. September – 11. Oktober 2026
• Guido Klumpe ist Fotokünstler, Anna Beller ist Malerin – beide verbindet das Medium Farbe, der Minimalismus und das poetische Spiel mit dem Zufall. Fotografie und Malerei: Zeit und Raum werden bildhaft »eingefangen« und mental »erweitert« – prozesshafte Atelierarbeiten und fotografierte Stadtsequenzen beleuchten das Leben.

Anna Beller, geb. 1984, arbeitet als Abstrakte Malerin in Hannover. Mit ihren puristischen Farbarbeiten »Lacquer Works« forscht sie seriell und prozesshaft an Farbüberlagerungen sowie neuen Materialkombinationen. Die Farbbilder stehen im zeitgenössischen Dialog u.a. zu Morris Louis’ (1912–1962) Farbfeldmalerei der Washington School.
Guido Klumpe, geb. 1971, lebt seit 2006 in Hannover, ist bekannt für seine minimalistische Fotokunst in den Grenzbereichen zwischen abstrakter Architektur- und minimalistischer Streetfotografie. Seine Arbeiten werden vielfach international gezeigt und prämiert, unter anderem auf der NordArt und der Art Karlsruhe.

Jessika Dirks
Edin Bajrić
ICH:MEDIUM
13. September – 11. Oktober 2026
• Mit »ICH:MEDIUM« präsentieren
Edin Bajrić und Jessika Dirks Ergebnisse monatelanger Selbstbetrachtung und Selbstbefragung. In immer intensiveren Varianten der eigenen Erforschung stellen sie sich die Frage nach dem Selbst – im Äußeren und im Inneren. Dirks und Bajrić öffnen einen Erfahrungsraum, in dem das Ich zerlegt, entfaltet und neu zusammengesetzt wird. Das Projekt erforscht Körperlichkeit, Innerlichkeit und Fragmentierung. Es untersucht das Ich als Medium – als Objekt und zugleich als Subjekt. Die künstlerischen Arbeiten legen offen, wie Selbstbetrachtung zugleich künstlich, konstruiert und doch tief wahrhaftig sein kann. Das Ausstellungskonzept versteht sich als Einladung zum radikalen Hinsehen und als Möglichkeit, das eigene Ich als Medium einer Transformation zu erfahren.

Edin Bajrić, geb. 1980, lebt und arbeitet in Hannover.
Jessika Dirks lebt und arbeitet in Braunschweig und Hannover.

BBK-Jahresausstellung
Werkschau 26
25. Oktober – 22. November 2026
• In der Ausstellung »WERKSCHAU 26« treten die Arbeiten der Mitglieder des BBK Hildesheim miteinander in Korrespondenz – eigenwillig, vielschichtig und doch verbunden durch einen gemeinsamen Raum, der sich dem Publikum öffnet. Individuelle Handschriften werden sichtbar und verdichten sich zu einem kollektiven Bild. Die Ausstellung versammelt aktuelle künstlerische Positionen der Mitglieder und bietet einen vielfältigen Einblick in das Schaffen der regionalen Kunstszene. Malerei, Skulptur, Grafik, Fotografie und Installation laden dazu ein, innezuhalten, aufmerksam zu werden und die sinnliche Neugier zuzulassen, die Kunst in uns wecken kann.
Die »WERKSCHAU 26« ist damit nicht nur eine Präsentation von Werken, sondern bietet auch ein Forum für Austausch, Reflexion und Begegnung – zwischen Kunstschaffenden und Publikum, zwischen Werk und Betrachterinnen und Betrachtern.