Galerie im Stammelbach-Speicher
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Piotr Sonnewend – Ilona Gorecka Sonnewend
MANN und FRAU
10. März – 07. April 2019, 1. Etage

• Körper werden zu Objekten und Objekte werden Körper. Es geht dem Künstlerpaar in seinen Arbeiten um Körperlichkeit, um die Objekthaftigkeit von Körpern und die Körperlichkeit von Objekten. Die Widersprüche der verschiedenen Positionen sind gewollt. Keine der Positionen dominiert. Mitunter spürt man auf der einen oder anderen Seite Dominanz und Überlegenheit, und es bleibt doch stets alles offen. Es ist nichts entschieden. Die Widersprüche lösen sich nicht auf und lassen sich nicht versöhnen.

Piotr Sonnewend, geb. 1953, Studium Malerei und Bildhauerei an der Kunstakademie Poznan / Polen. 1981 Übersiedlung in die BRD. Zahlreiche Ausstellungen: u.a.in Posen, Warschau, Krakau, Sofia, Lüttich. Arbeitet als Bühnenbildner u.a. in Münster, Castrop Rauxel, Warschau, Krakau, Posen.

Ilona Gorecka Sonnewend, geb. 1954, Studium an der Kunstakademie Poznan / Polen, arbeitet in den Bereichen Malerei, Kunstobjekt, Installationen. Zahlreiche Ausstellungen in Deutschland u. den Niederlanden. Kunstpreis-Trägerin.





Micha Kloth
Aus der Zeit gefallen
10. März – 07. April 2019, 2. Etage

• Es geht Micha Kloths Bildern um die Utopie des gelungenen Lebens. Es sind all die Chiffren und Farben darin versammelt, die von Erlösung und Glück, von Gelingen und Erfüllung sprechen. Und so sind alle seine Bilder so modern und unmodern, beides zugleich, so cool und uncool wie es Märchen sind. Sie wirken aus einer vergangenen Welt in unsere hinein, und ihre Bildersprache hat nichts an Bedeutsamkeit verloren. So sind diese Bilder aus der Zeit gefallen, unzeitgemäß und zugleich zeitlos lebendig. Weil das, was wir wirklich wollen, in ihnen vorscheint: Gewollt sein. Und geliebt sein. Angekommen und angenommen.

Micha Kloth beschwört eine Gegenwelt, eine erlöste gegen die unerlöste. Er erfüllt bildhaft den Wunsch vom gelungenen Leben. Er bewahrt den Traum vom Besseren. Er beschwört das Kontrafaktische im Faktischen, das, was nicht ist. Und vielleicht brauchen wir das mehr als die Vergegenwärtigung dessen, was ist. (Norbert Hilbig)

Micha Kloth, geb. 1952, lebt u. arbeitet in Lamspringe.





Norbert Hilbig liest aus dem Künstlerbuch
»ALTER EGO oder DAS ANDERE ICH«, von Norbert Hilbig u. Micha Kloth
15. März 2019, 19 Uhr




Weinhagenstiftung
Hildesheimer Kunst-Geschichte
28. April – 26. Mai 2019, 1. und 2. Etage

• Seit 35 Jahren, Jahr für Jahr, kauft die Friedrich-Weinhagenstiftung sachkundig und sorgfältig ausgewählte Arbeiten aus den BBK-Jahresausstellungen. Die so entstandene riesige Sammlung ist zu einer Schatzkiste zeitgenössischer Kunst geworden, in der die wichtigsten und herausragendsten Hildesheimer Künstlerinnen und Künstler versammelt sind. Zum ersten Mal werden große Teile dieser Sammlung, kuratiert von Norbert Hilbig, auf zwei Etagen des Stammelbachspeichers gezeigt. Die Ausstellung ermöglicht einen Gang durch die Hildesheimer Kunst-Geschichte. Sie ist eine Vergegenwärtigung von Vergangenem, von fast Vergessenem und doch noch immer Lebendigem. Die Ausstellung gleicht einem Flashback, sie ist ein Erinnerungsevent, ein Wieder-Sehen und Wieder-Begegnen und Neu-Entdecken. Sie ist ein Rückblick, ein Ereignis; Anlass zu Trauer über Verlorenes und Anlass zu freudigem Staunen über das Bewahrte.





Autorenlesung
Martin Murch u. Jost Merscher (Hannover) lesen aus ihrem Roman »Tage der Tauben« (Verlag Ganymed).
03. Mai 2019, 19 Uhr




Moritz Bormann
Über den Tag hinaus – Werkschau 1959–2019
02. Juni – 30. Juni 2019, 1. Etage

• Im Laufe seines bisherigen Werkschaffens hat Moritz Bormann eine ganz eigene Formensprache entwickelt. Der menschliche Körper trifft auf konstruktivistische Gebilde und Architekturen. Industriell genormte Materialien offenbaren ihre organischen Ursprünge und werden zu sinnlichen Botschaftern. Kinetische Elemente und variable Montagen rufen den Betrachter dazu auf, direkt in das Werk einzugreifen und es durch eigene gestalterische Aktivität in Besitz zu nehmen. Mit Werken aus sechs Jahrzehnten in Stein, Metall, Holz und textilen Materialien dokumentiert die Ausstellung diese Vielfalt der Techniken und formalen Ansätze. Sie zeigt aber auch den starken stilistischen und inhaltlichen Zusammenhalt in einem Werk, das von Beginn an durchzogen ist von politischen Themen und dem dialogischen Prinzip. Komplettiert wird die Werkschau mit der Präsentation weiterer Arbeiten in der Halle des Hildesheimer Rathauses.

Moritz Bormann, geb. 1939 in Hameln, lebt und arbeitet in Hildesheim u. Garbolzum.





Gala Göbel, Lucy König, Julia Miorin, Luise von Rohden, Franziska Paula Wolber
This is not a picture, it’s a trace. - This is not a repetition, it’s a thought on time. - This is not a cheese, it’s a humble luxury.
02. Juni – 30. Juni 2019, 2. Etage

• Fünf Künstlerinnen – fünf künstlerische Positionen. Die Ausstellung lässt ihre Objekte, Zeichnungen und Videos in einen Dialog zueinander treten: Sie erzählen von in Dingen eingezeichneten menschlichen Handlungen, sprechen über Wiederholung und deren Vergeblichkeit, streiten sich mit einem Augenzwinkern über Ordnungssysteme und Kontextverschiebungen. Dabei hinterfragt sie immer wieder von Neuem scheinbar Festgelegtes.

Gala Göbel, geb. 1991 in Stuttgart, Diplom der bildenden Künste 2016, lebt u. arbeitet in Leipzig

Lucy König, geb. 1988 in Berlin, Diplom der Bildenden Künste 2015, Dozentin an der Kunsthochschule Halle, lebt u. arbeitet in Leipzig

Julia Miorin, geb. 1989 in Memmingen, Diplom der Bildenden Künste 2017, lebt u. arbeitet in Leipzig

Luise von Rohden, geb. 1990 in Gotha, Diplom der Bildenden Künste 2015, Dozentin an der Kunsthochschule Halle, lebt u. arbeitet in Halle

Franziska Paula Wolber, geb. 1987 in Berlin, Diplom der Bildenden Künste 2015, lebt u. arbeitet in Leipzig





Roland Bauer
»… tierisch«
18. August – 15. September 2019, 1. Etage

• Roland Bauers Affinität zu Tieren reicht zurück bis in seine Kindheit, die er als Flüchtlingskind auf einem Bauernhof in Bayern verbrachte. Seine Liebe zu Tieren, sein Blick für ihre Schönheit, sein Mitgefühl für ihr Leiden, seine Trauer um ihr Verschwinden, all das ist Gegenstand seiner künstlerischen Arbeit. Die Verletzlichkeit und Verwundbarkeit von Tieren, ihre Wildheit ebenso wie ihre Domestizierung, ihre Verherrlichung ebenso wie ihre Geringschätzung zeigt er in großen Installationen, Objekten und Zeichnungen. Sein Interesse gilt aber auch dem Zusammenleben von Menschen und Tieren, der Tierliebe ebenso wie der Tierquälerei, der rituellen Bedeutung in vielen Naturvölkern, der wärmenden Nähe ebenso wie der Schlachtung. Die Ausstellung knüpft an und ergänzt die von Roland Bauer bekannten Naturstudien, Objekte und Installationen, mit denen er zu einem der wichtigsten und bemerkenswertesten Künstler in Hildesheim hat werden können. (N. Hilbig)

Roland Bauer, geb. 1943, lebt u. arbeitet in Hildesheim.





Marc Theis
Die Gegenwart des Verborgenen
18. August – 15. September 2019, 2. Etage

• Seit 1984 setzt sich Marc Theis auf vielfältige Weise mit den Spuren des Vergangenen auseinander. Daraus entstanden diverse Serien, darunter das Projekt „HandWerke“, welches ihm immer wieder neue Türen zu Industrietrieben und verlassenen Werkstätten öffnet.

Marc Theis, geb. 1953 in Luxemburg, studierte Werbegrafik an der Staatl. Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart und Grafik-Design an der Fachhochschule Hannover. Seit 1983 freischaffender Künstler, Fotograf und Buchautor. Er erhielt zahlreiche Preise, darunter die Goldmedaille beim intern. Nikon Contest. „Chevalier de l´Ordre du Mérite“ du Grand-Duché de Luxembourg. Er hat 16 eigene Bildbände und über 30 Fotokalender herausgegeben. Lebt und arbeitet in Hannover.





Hans Lamb
white cube down
22. September – 20. Oktober 2019, 1. Etage

• Lambs künstlerische Arbeit ereignet sich zwischen den Sparten von Objekt, Skulptur und Installation - zwischen Kontemplation und Interaktion. Raum, Licht, Poesie und Spiel - Konzept und Zufall spielen dabei wichtige Rollen. In weiteren Nebenrollen sind der Irrtum und der Humor zu sehen.

Hans Lamb, geb. 1965 in Worms, Studium der Kunsterziehung und der Freien Bildenden Kunst an der Universität Mainz, 1997-2002 Künstlerischer Mitarbeiter an RWTH Aachen, langjährige Tätigkeit als Freier Bildender Künstler und Kunstpädagoge im In- und Ausland, seit 2005 Professor für Plastische Gestaltung an der HAWK Hildesheim, lebt und arbeitet in Rössing bei Hildesheim.





Klaus Dierßen
IN-VERSION – Fotografie/Fotografik
22. September – 20. Oktober 2019, 2. Etage

• Einige Arbeiten Dierßens sind von so feiner Zeichnung und dezenter Farbgebung, von so transparenter Zartheit und Leichtigkeit, voller Poesie aufs Papier gehaucht, zur Lyrik verdichtet, dass sie nur schwer als Fotografie identifizierbar sind. (…) Spielerisch und experimentell, virtuos und ästhetisch ausgeklügelt, durchdacht und mit subversiver Doppelbödigkeit zieht er alle Register der Gestaltung und Komposition, um immer neue Bildwirklichkeiten zu schaffen, die zwar vom fotografischen Abbild ausgehen, sich aber transformieren, Metamorphosen durchwandern und weiter entwickeln, bis ausgereifte Ergebnisse vorliegen, die auf die sinnbildhafte Ebene, die der erhellenden Einblicke und einer neuen anderen Sicht abzielen. (Ingolf Heinemann)

Klaus Dierßen, geb. 1949, Studium Freie Kunst, Meisterschülerdiplom bei Prof. Malte Sartorius, bis 2012 Professor für Bildende Kunst und Fotografie an der Universität Hildesheim, lebt u. arbeitet in Hildesheim.





BBK Jahresausstellung
was bewegt
21. Oktober – 24. November 2019, Finissage am 30. November, 1. und 2. Etage

• „was bewegt“ umfasst gesellschaftliche wie auch persönliche Fragestellungen. Was Menschen innerlich berührt, wie sie die Welt sehen, ist durch individuelle Erfahrungen geprägt. Begegnungen mit dem Schicksal anderer Menschen, sei es Krankheit, Verzweiflung oder Einsamkeit, hinterlassen Spuren in uns. Wie reagieren wir als Künstler darauf? Es kommt vor, dass ein Blick, eine Geste zu uns durchdringt und uns berührt. Immer ist der Impuls zur Bewegung eine Berührung.

Wie aber steht es um unser Verhältnis zur Welt? Können uns globale Themen erreichen? Oder bleiben es Bilder, die schnell in der Fülle an Informationen untergehen? Was davon dringt zu uns durch und wie können wir sensibel bleiben?

Wir wollen Zeichen setzen und mit unseren Mitteln die Wirklichkeit interpretieren. Kann Kunst politisch sein? Soll sie gesellschaftlich Stellung beziehen? Anteilnahme lässt sich nicht einfordern. Aber wir können unsere Haltung dazu immer wieder überprüfen. (B. Hillringhaus, B. Herkenrath, Chr. Ehleben)