Takakazu Takeuchi
Farbenspiel der Leerheit
6. August – 3. September 2017

• Seifenblasen verstehe ich als Skulpturen, die in der hochsensiblen und äußerst feinen Spannung zwischen Innen und Außen entstehen. Sie kommen zustanden durch die Luft, die ich aus meinem Körper herauspuste. Unablässig die Farbe ändernd schweben sie frei im Raum umher. Die Menschen und ihr Lebensraum werden auf der Oberfläche der dünnen Haut gespiegelt. Ihr Inneres ist eine leere Höhle und wie ein Blitz verschwindet plötzlich ihre Gestalt. Alle Dinge, die in der Welt des Sichtbaren umherfliegen, werden von der Netzhaut reflektiert während sie glitzern und blitzen – dies geschieht aber nur auf der Oberfläche. Sie entstehen durch Bedeutungsmembrane, so dass ihre wahre Gestalt unsichtbar bleibt.

Takakazu Takeuchi; 1961 geb. in der Mie-Präfektur in Japan, 1986 Diplom an der Universität der Künste, Aichi-Präfektur, Japan 1990 Grand Prix Japan International Art Tokyo, Kyoto, 1991 – 1999 Kunstakademie Düsseldorf Prof. Uecker u. Prof. Rinke, Meisterschüler. Seit 2004 Associate Professor an der Aichi University of Arts Japan, 2009 Jahresstipendium der japanischen Regierung für London.