Erhart Schröter
Doppel-Bilder
12. März – 9. April 2017

• Schröters Malerei changiert in gelungener Weise zwischen Gegenständlichkeit und Abstraktion. Charakteristisch für seine Gemälde sind ihre freie Form und expressive Farbigkeit, die ebenso lyrische Töne wie dramatische Zuspitzungen kennt. Wie sehr die abstrakte Bildgestaltung durch den Blick des Künstlers auf reale Ereignisse und Vorkommnisse sowohl im gegenwärtigen als auch im vergangenen Raum der Geschichte gelenkt wird, machen u. a. die Titel seiner Werke deutlich. Das aktuelle Projekt des Künstlers, seine Doppelbilder, beschäftigt sich mit Horizonten in fließenden Übergängen. Dabei wird eine bereits vorhandene Bildstruktur von ihm kompositorisch erneut bearbeitet, räumlich erweitert und in die Tiefe umgedeutet. Die Interaktion von Nähe und Ferne, Transparenz und Dichte sowie fluide Malprozesse und spiegelnde Bildebenen erzeugen Doppelbilder, die wir auch als Nachbilder kennen. (Michael Stoeber)

Erhart Schröter; geb. 1938 in Frankfurt / Oder, Studium der Kunstgeschichte, Geschichte u. Germanistik in Marburg u. München. Studium der Malerei in Kassel. Dozent für Kunst u. Medien an der Universität Göttingen, wo er heute als freischaffender Künstler lebt u. arbeitet.